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Anregungen Gewerbegebiet Süd

Bauplatz

Viele Bürgerinnen und Bürger äußerten sich zum Gewerbegebiet Süd. Sie sehen darin Potenzial, den Standort durch gezielte Maßnahmen in Wirtschaft, Mobilität und Aufenthaltsqualität weiterzuentwickeln. Angeregt wurde zudem, den existenten Leerstand des Gebiets durch innovative Konzepte und Internationalisierung zu reduzieren.

 

Nutzung und Ansiedlung

  • Das Gebiet soll gezielt für innovative Unternehmen genutzt werden, etwa für Start-ups, Forschungseinrichtungen oder Kooperationen mit Universitäten und Instituten.
  • Ideen wie die Namensgebung „Innovations-Cluster Oberursel“ sollen die Attraktivität des Gebiets steigern und Fachkräfte anziehen.
  • Viele Rückmeldungen sehen im Gebiet eine wichtige Ressource für Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen.
  • Kritische Stimmen warnten davor, zu früh Wohnnutzungen zuzulassen, da dadurch wertvolle Flächen für Unternehmen verloren gehen könnten.
  • Nutzung und Ansiedlung von Kleinst- bis Großunternehmen inklusive ergänzender Verpflegungsgastronomie.
  • Positive Rückmeldung zum Gebiet Neumühle - "15-Minuten-Quartier"

 

Wohn- und Quartiersentwicklung

  • Vorgeschlagen wurde eine Erweiterung der Neumühle-Strategie in festgelegten Bereichen: moderner Wohnraum, Co-Working-Spaces sowie Apartments für Gründer und Pendler.
  • Freizeit- und Grünflächen – etwa Cafés, Aufenthaltsbereiche am Bach oder ein Pump Track für Jugendliche – könnten das Gebiet zusätzlich beleben.

 

Mobilität und Sicherheit

  • Kritisiert wurden schlechte Radwege, gefährliche Abbiegesituationen sowie blockierte Wege durch parkende Autos.
  • Gefordert wurden sichere Querungen, bessere Beleuchtung und eine optimierte Ampelschaltung.
  • Angeregt wurde außerdem ein Mobilitätsknoten an der S-Bahnhaltestelle Stierstadt (mit Sharing-Angeboten und Kiosk) sowie eine gute Anbindung an den Radweg Neumühle.

 

Grünflächen, Klima und Aufenthaltsqualität

  • Viele Beiträge betonten die Notwendigkeit von mehr Begrünung, Schattenplätzen und Rückzugsorten.
  • Maßnahmen wie kleine Waldflächen und Retentionsflächen sollen das Mikroklima verbessern und die Biodiversität fördern.
  • Ziel ist es, das Gebiet auch für Beschäftigte und Besucher attraktiver und angenehmer zu gestalten.

 

Infrastruktur und bauliche Qualität

  • Alte Lagerhallen und alte Bestandsimmobilien wurden als energetisch überholt und optisch unansehnlich kritisiert.
  • Vorgeschlagen wurde eine bessere gewerbliche Nutzung oder in Ausnahmen eine behutsame Umwandlung in Wohnraum.
  • Gewünscht wurden zudem ansprechend gestaltete Vorflächen, sichere Parkplätze und überdachte Fahrradständer.

Zitate 

 

„Ich finde die Stadt sollte mehr dem Beispiel Neumühle folgen und abgrenzend auch hochwertigen Wohnraum erstellen mit urbaner Mischnutzung und stärker die Nähe des S-Bahnhofs zu Frankfurt für Pendler kapitalisieren. (…) Neue zahlungskräftige Bewohner bringen mehr Kaufkraft, und die Attraktivität des Wohnquartiers rund um den S-Bahnhof und den Urselbach steigt.“

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„Am Bahnhof sollte ein Mobilitätsknotenpunkt entstehen: Car-Sharing, Fahrradverleih, Leih-Lastenräder, P+R. Die Oberurseler Werkstätten könnten eine Radstation betreiben. Dazu ein Kiosk – auch attraktiv für den Skater- und Basketballplatz sowie für das morgendliche Brötchen auf dem Weg zur Arbeit.“

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„Das Gewerbegebiet könnte schrittweise zu einem modernen, urbanen Quartier für Wohnen und Arbeiten weiterentwickelt werden. Ein Start-up-Inkubator für Gründungen vom Campus Riedberg könnte den Auftakt bilden. Für wachsende Start-ups ließen sich anschließend sukzessive größere Büro-, Labor- und Produktionsflächen bereitstellen. So entstünde ein Lebenszyklus-Konzept, das Unternehmen langfristig an Oberursel bindet – ergänzt durch Partnerschaften mit dem Fraunhofer-Institut, der Universität Frankfurt und weiteren Forschungseinrichtungen.“

Fazit

 

Im Gewerbegebiet Süd standen die Themen Innovation, Klima und Aufenthaltsqualität im Mittelpunkt. Viele wünschen sich einen modernen Branchenmix, bessere Bedingungen für Rad- und Fußverkehr sowie ein freundlicheres Umfeld für Arbeit und Freizeit. Damit wird deutlich: Das Gewerbegebiet soll in Zukunft mehr sein als nur ein Arbeitsort – nämlich ein attraktiver Teil der Stadt.

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